Gegründet wurde Biogen im Jahr 1978 von einer kleinen Gruppe visionärer Wissenschaftler. Schon damals war das Unternehmen ein Pionier auf dem Gebiet der Biotechnologie. Heute sind wir eines der ältesten unabhängigen Biotechnologie-Unternehmen der Welt.

Seit fast vier Jahrzehnten profitieren hunderttausende schwerkranke Menschen auf der ganzen Welt von den innovativen und wichtigen Arzneimitteln, die die Mitarbeiter von Biogen entwickelt haben. Wir sind stolz darauf, die biotechnologische Forschung vorangetrieben und auf diese Weise Patienten geholfen zu haben. Dieser Forschergeist setzt sich fort, während wir uns immer komplexeren Herausforderungen stellen.

1978
  • Eine Gruppe renommierter Wissenschaftler und drei Investoren treten im schweizerischen Genf zusammen und gründen Biogen NV – ein neues pharmazeutisches Unternehmen mit dem Ziel, bahnbrechende Ergebnisse auf dem Gebiet der Biologie zu erreichen.
1979
  • Der Biogen-Wissenschaftler Charles Weissmann, M.D., Ph.D., verkündet, erfolgreich biologisch aktives humanes Interferon alpha (Leukozyten-Interferon) kloniert erfolgreich biologisch aktives humanes Interferon alpha (Leukozyten-Interferon). Biogen gewährt Schering-Plough die weltweite Lizenz für Interferon alfa.
  • Dem Biogen-Wissenschaftler Kenneth Murray, Ph.D., gelingt es, die Gensequenz des Hepatitis-B-Virus zu bestimmen.
1980
  • Walter Gilbert, Ph.D., Mitbegründer von Biogen, wird für seine Arbeiten zur DNA-Sequenzierung mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.
1982
  • Das Unternehmen beschließt die Eröffnung eines neuen Standorts – einschließlich des neuen Unternehmenshauptsitzes – in Cambridge, Massachusetts, USA.
1983
  • Nach seinem Börsengang wird Biogen an der NASDAQ notiert.
1985
  • Risikoinvestoren aus dem Silicon Valley gründen zusammen mit einer Gruppe von Wissenschaftlern das Unternehmen IDEC Pharmaceuticals in San Francisco, Kalifornien, USA. Ziel des Unternehmens ist die Entwicklung und Vermarktung von monoklonalen Antikörpern.
1986
  • Nach Erteilung der Zulassung durch die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) startet Schering-Plough den Verkauf des ersten auf dem Markt erhältlichen und von Biogen entwickelten Interferon alfa-2b.
  • Biogen errichtet die ersten eigenen Produktionsstätten.
1988
  • Biogen verzeichnet den ersten Quartalsgewinn seit dem Börsengang.
1989
  • Biogen verkündet die Erteilung der FDA-Zulassung für einen rekombinanten Hepatitis-B-Impfstoff aus dem Hause SmithKline Beecham (heute GlaxoSmithKline). Für den Impfstoff kam durch Biogen lizenzierte Technologie zum Einsatz.
1991
  • IDEC beginnt mit dem Börsengang, um an der NASDAQ notiert zu werden.
1993
  • Biogen-Mitbegründer Phillip Sharp, Ph.D., wird für die Entdeckung der Mosaikgene mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet.
  • Dr. Murray wird für die Entdeckung der Hepatitis-B-Antigene die Ritterwürde verliehen.
1995
  • Biogen erweitert das Unternehmen um eine Niederlassung im Research Triangle Park, North Carolina, USA.
1996
  • Biogen verkündet die Erteilung der FDA-Zulassung von Interferon beta-1a für die Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS). Im Jahr darauf erhält das Arzneimittel die Marktzulassung in der Europäischen Union. (Gebrauchsinformation)
2000
  • Biogen bringt in den USA MS ActiveSource®, ein umfassendes Support-Programm für Patienten mit Multipler Sklerose und deren Betreuer, auf den Markt.
2002
  • Biogen eröffnet im Research Triangle Park, North Carolina, USA, eine Großproduktionsstätte mit einer Bioreaktorkapazität von 90 000 Litern. 
  • Das Unternehmen eröffnet das erste Community Lab in Cambridge. Dabei handelt es sich um eine Art offenes Labor, in dem Schüler aus den Middle und High Schools vor Ort wissenschaftliche Themen praktisch erleben und begreifen können und Informationen zu verschiedenen wissenschaftlichen Laufbahnen erhalten.
2003
  • Biogen legt den Grundstein für eine neue Produktionsstätte in Dänemark.
  • Biogen und IDEC schließen sich zu dem Unternehmen Biogen Idec (NASDAQ:BIIB) zusammen. 
2004
  • Natalizumab von Biogen wird von der FDA als Monotherapie für die schubförmige Multiple Sklerose zugelassen.
  • Biogen Idec eröffnet seinen neuen internationalen Unternehmenshauptsitz in Zug in der Schweiz. (Gebrauchsinformation)
2005
  • Biogen Idec und Elan Pharmaceuticals, ein Partner des Unternehmens, nehmen freiwillig Natalizumab vom Markt, nachdem ein bestätigter Fall und ein Verdachtsfall einer schwerwiegenden Nebenwirkung bekannt geworden waren. Dabei handelt es sich um die sogenannte progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML), einer seltenen, jedoch schwerwiegenden Infektion des Gehirns, die zu schweren Behinderungen und zum Tod führen kann. (Gebrauchsinformation)
2006
  • Nach einer umfassenden Neubeurteilung von Natalizumab und einer Prüfung durch ein Advisory Board der FDA wird das Präparat erneut zugelassen und in den USA wieder auf den Markt gebracht. In der Europäischen Union wird dem Präparat unter Verweis auf das PML-Risiko die Zulassung verweigert (Tysabri Gebrauchsinformation)
  • Biogen Idec übernimmt die Fumapharm AG. Das europäische Unternehmen hat die Technologie entwickelt, die letztendlich zur Zulassung von Dimethylfumarat (Gebrauchsinformation) geführt hat, einem Wirkstoff zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose. 
2007
  • Biogen Idec übernimmt das Unternehmen Syntonix Pharmaceuticals. Die Übernahme führt letztendlich zur Entwicklung zweier Hämophilie-Therapien.
2009
  • Biogen Idec erhält von Acorda Therapeutics die Lizenz für die Vermarktung von Fampridin außerhalb der USA. Im Jahr 2011 erreicht Biogen Idec die Zulassung von Fampridin in Europa. Fampridin wird zur Verbesserung der Gehfähigkeit von erwachsenen Patienten mit Multipler Sklerose eingesetzt. (Gebrauchsinformation)
  • Die Biogen Idec Foundation vergibt ihren bislang größten Förderungsbetrag, und zwar in Höhe von 1 Million US-Dollar, an das North Carolina Biotechnology Center für sein naturwissenschaftliches Bildungsprogramm.
2010
  • Biogen Idec richtet die Strategie des Unternehmens neu aus und legt den Fokus auf die Entwicklung neuer Therapien im den Bereichen Neurologie, Immunologie und Hämophilie.
2011
  • Biogen Idec schließt Kooperationsverträge mit Portola Pharmaceuticals und Samsung Biologics. Gemeinsam mit Portola Pharmaceuticals sollen orale Therapien für die Behandlung von Autoimmunerkrankungen entwickelt werden. Mit Samsung Biologics gründet Biogen Idec zur Entwicklung von Biosimilars ein Joint Venture, das heutige Samsung Bioepis.
  • Der Care Deeply Day findet zum ersten Mal statt. Bei dieser einmal jährlich stattfindenden Aktion engagieren sich weltweit tausende Mitarbeiter von Biogen Idec einen Tag lang für die verschiedensten gemeinnützigen Projekte und verteilen beispielsweise Mahlzeiten an Obdachlose, organisieren Kleiderspenden, beteiligen sich an Müllsäuberungsaktionen oder renovieren Jugendzentren.
2012
  • Biogen Idec ist an der Gründung eines neuen Forschungskonsortiums beteiligt, das neuartige Ansätze für die Behandlung der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) erforschen soll.
  • Biogen Idec engagiert sich zusammen mit der National Hemophilia Foundation, dem American Thrombosis and Hemostasis Network und dem Puget Sound Blood Center für ein USA-weites Programm, das Menschen mit Hämophilie und ihren Angehörigen kostenfreie genetische Untersuchungen anbietet.
  • Biogen Idec gibt bekannt, künftig mit Isis Pharmaceuticals bei der Entwicklung neuer Therapieansätze zur Behandlung der spinalen Muskelatrophie (SMA), der myotonen Dystrophie Typ 1 und anderer neurologischer/neuromuskulärer Erkrankungen zusammenzuarbeiten.
  • Biogen Idec übernimmt Stromedix, ein Biotechnologie-Unternehmen, das sich auf die Entwicklung innovativer Therapien zur Behandlung der Fibrose und des Organversagens spezialisiert hat.
2013
  • In den USA, Kanada und Australien wird Dimethylfumarat zugelassen – ein neues, orales Präparat zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose. Im Jahr darauf erhält Dimethylfumarat die Zulassung in Europa. (Gebrauchsinformation)
  • Biogen Idec schließt den Erwerb aller Rechte an Natalizumab von der Elan Pharmaceuticals International, Ltd. (ein angeschlossenes Unternehmen der Elan Corporation) ab. (Gebrauchsinformation)
  • Biogen Idec verlegt den Hauptsitz des Unternehmens nach mehreren Jahren von Weston, Massachusetts, USA, zurück nach Cambridge, das ebenfalls in Massachusetts in den USA liegt.
  • Für neue Kooperationsprojekte wurden Verträge mit BioFocus, einer Tochtergesellschaft von Galapagos NV, und mit Isis Pharmaceuticals geschlossen. Zusammen mit BioFocus forscht man an einer neuen Therapie für die Sklerodermie, eine Autoimmunerkrankung des Bindegewebes, und mit Isis Pharmaceuticals an Therapien für neurologische Erkrankungen.
2014
  • Die FDA erteilt die Zulassung von rekombinantem Gerinnungsfaktor-IX-Fc-Fusionsprotein für die Behandlung der Hämophilie B und von rekombinantem Gerinnungsfaktor-VIII-Fc-Fusionsprotein für die Behandlung der Hämophilie A. Diese beiden Präparate stellen die ersten neuen Fortschritte bei der Behandlung dieser Erkrankungen nach beinahe zwei Jahrzehnten dar.
  • Peginterferon beta-1a wird von der FDA für die Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) und in der Europäischen Union für die Behandlung der schubförmig-remittierenden MS zugelassen. (Gebrauchsinformation)
  • Biogen Idec gibt bekannt, im Laufe der kommenden Jahre zusammen mit Swedish Orphan Biovitrum (Sobi) eine Milliarde Internationale Einheiten Gerinnungsfaktor an humanitäre Hilfsprogramme in Entwicklungsländern zu spenden.
  • Biogen Idec schließt Kooperationsverträge mit Sangamo BioSciences und Eisai. Gemeinsam mit Sangamo BioSciences sollen neue Therapien für Hämoglobinopathien und mit Eisai Therapien für die Alzheimer-Krankheit entwickelt und vermarktet werden.
2015
  • Biogen Idec kehrt zu seinem ursprünglichen Namen zurück: Biogen.
  • Biogen übernimmt Convergence Pharmaceuticals, ein in der klinischen Phase der biopharmazeutischen Forschung tätiges Unternehmen mit Unternehmenssitz in Cambridge, England. Durch diese Übernahme erweitert Biogen sein Portfolio an Pipeline-Kandidaten für die Behandlung von neuropathischen Schmerzen.